Case Study: Warum Social Sharing Icons Ihren Umsatz gefährden können

„Social Media? Machen wir auch! Wir haben doch Facebook Like Buttons in unserem Shop!“ Solche oder ähnliche Aussagen haben Sie sicherlich auch schon häufiger gehört und nicht selten werden Shops von übereifrigen Social Media Beratern mit Sharing Buttons regelrecht „zugekleistert“.

Social Media Icons auf der Produktdetailseite von taloon.com

Social Media Sharing Icons auf Taloon.com

Visual Website Optimizer berichtet über einen interessanten A/B Test, den der Online-Shop Taloon.com durchgeführt hat. Die Hypothese: Können wir die Conversion Rate erhöhen, in dem wir die Social Sharing Icons entfernen? Und tatsächlich:

The challenger recorded 11.9% increase in CTA clickthroughs as compared to the Original. Surprised? So was Taloon.

In dem Artikel werden auch die möglichen Gründe aufgeführt:

  1. Negativer Social Proof: Auf den meisten Produktseiten im Shop lag die Anzahl der Shares bei 0. Produkte, die offenbar keinem „gefallen“, wirken nicht besonders attraktiv…
  2. Ablenkung von dem eigentlichen Ziel: Die Buttons können den Nutzer ablenken und von dem eigentlichen Ziel der Seite (Produkt in den Warenkorb legen) ablenken – selbst dann, wenn sie nicht angeklickt werden.

Visual Website Optimzer: Removing Social Sharing Buttons Increases Conversions. Yes, You Heard That Right!

Ein dritter Punkt lässt sich sicherlich noch hinzufügen: Die Social Sharing Buttons können die Ladezeit des Shops erhöhen, was zu höheren Abbruchquoten und damit zu einer niedrigeren Conversion Rate führt (siehe hierzu „Konversionskiller Nr. 1: Schlechte Performance“ und „Speed Kills Conversion Rates [Infographic]„).

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2 Kommentare zu Case Study: Warum Social Sharing Icons Ihren Umsatz gefährden können

  1. Dimitri 13. Januar 2014 at 00:34 #

    Sehr interessant, danke für den Artikel.

    Ich denke das Punkt 1 am meisten eine negative Beeinflussung hinterlässt.

  2. Bastie 16. Januar 2014 at 20:37 #

    Prima Anmerkungen und durchaus logisch, besonders der erste Punkt. Und weil meine Kommentare auch immer etwas konstruktives haben sollen, würde ich empfehlen, die Buttons mit der sogenannten 2-Klick-Lösung zu verwenden (nach dem Modell von heise.de).

    Der Punkt ist, dass damit alle drei Kriterien behandelt oder genauer verbessert werden können. Denn erstens, sind die Buttons beim ersten Aufruf der Seite nicht aktiv, es werden also auch keine „0“ Likes, Shares oder „+“ angezeigt und der Kunde denkt nicht gleich, dass es keinem gefällt.

    Beim zweiten Punkt, ich verwende wie gesagt ein Plugin für WordPress, dass die Buttons alle grau anzeigt, solange bis sie aktiviert werden, sie lenken folglich auch weniger ab.

    Und auch beim dritten Punkt hilft die 2-Klick Variante, denn die Buttons werden als CSS Sprite geladen, das spart HTTP Requests und die Datei ist sehr klein.

    Zuletzt kann ich noch einen vierten Punkt hinzufügen, denn dadurch, dass die Buttons erst vom User durch einen ersten Klick aktiviert werden müssen, geht man eventuellen Datenschutzproblemen aus dem Weg (es werden ja keine Infos übertragen) und erzeugt ggf. noch zusätzliches Vertrauen beim Nutzer, was die Conversion Rate erhöhen kann.

    Einen schönen Abend

    Bastie